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SCHLOSS VON DUPLJE

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Schloss von DUPLJE gehört bestimmt nicht zu den wichtigsten Schlössern, die von den mächtigen adeligen Familien verwaltet wurden. Es war nur ein bescheidener adeliger Landsitz, der nie eine Burg war. Es stand immer am Rande der wichtigen historischen Ereignisse und deswegen gibt es heute sehr wenig erhaltene Quellen, die uns von seiner Vergangenheit zeugen, jedoch genug um ein klares Bild seiner Geschichte zusammenstellen zu können. Der Inhalt dieses Prospektes ist nur ein Auszug aus der umfangreichen Geschichte des Schlosses von DUPLJE, die im Jahre 1985 nach der Vollendung der Restauration des Schlosses vom Autor vorbereitet und herausgegeben wurde.

 

Die Ritter von DUPLJE wurden schon am Anfang des 13. Jahrhunderts genannt. Leider ist nicht möglich genau festzustellen, wo sie ihren Sitz hatten. Die Landschaft, in der das heutige Schloss steht, passte bestimmt nicht dem damaligen Umstand; mehr angemessen ist die Ruine die nicht weit entfernt auf einer höheren Ebene über dem Dorfe steht. Die Ritter von DUPLJE wurden zum ersten Mal in der Urkunden aus den Jahren 1205 und 1208 erwähnt.

 

Der Urkunden aus den Jahren 1374

Aus dem 15. und16. Jahrhundert gibt es wenig Quellen.  Eine wichtige Blüte erlebte das Schloss im 17. Jährhundert. Dann übernimt die Familie Crabath das Schloss von DUPLJE im Jahre 1614. Zwischen 1625 und 1644 war Adam Crabath der Besitzer. Auf ihn folgte 1645 sein Sohn Jurij Fran Crabath und auf ihn wiederum folgte 1647 Jan Gasper Crabath. Im Jahre 1657 heiratete Elizabeta Crabath Wolfgang Theodoricum Von Posarelli. Somit kam der Besitz mit kurzen Unterbrechungen für nächste hundert Jahre in den Händen der Familie Posarelli. Aus dieser Zeit stammt das erhaltene Inventar, das uns als Nachlass geblieben und nach dem Tode von Elizabeta Crabath im Jahre 1677 zusammengestellt ist. Diese genaue Beschreibung des Inventars vermittelte uns ein Bild der damaligen Räume und ihre Ausstattung. Bald danach fanden wir auch das Bild mit der Aussenseite des Schlosses auf dem Kupferstich von Valvasor aus dem Jahre 1679. In der Zeit war das Schloss ein Stockwerk höher als das jetzige Gebäude; auch der Grundriss war teilweise anders, trotz der späteren Veränderungen wurden die ursprünglichen Mauern und die Verteilung der Haupträume erhalten.

 

 

Der Kupferstich des Schlosses von Valvasor aus dem Jahre 1679

Zwischen 1689 und 1702 war der Besitzer Franc Josef Posarelli. Nach ihm übernahm sein Sohn Anton Franc Josef Posarelli den Besitz. Er wurde zwei Mal zum Abgeordneten und Obmann des Landess gewählt. Im Jahre 1732 wurde er ein Mitglied der Bruderschaft Dizma, die haupsächlich die Intelligenz adeliger Abstammung miteinander verbündete.

Aus dieser Bruderschaft erfolgte die Gründung der “Academia Operosorum”. Sie stand mit ihren Idealen an der Geburt des Barock in Laibach (heute Ljubljana). Im gedächtnisbuch dieser Bruderschaft, “Teatrum memoriae nobilis ac almae societatis unitorum”, finden wir das Wappen und die Widmung von Anton Posarelli bei seiner Aufnahme. Im laufe seines Lebens hat Anton Franc Josef Posarelli den Schloss renovieren und der Bemalung der Fassade durchführen lassen. Heute ist sie restauriert und gibt dem Gebäude eine repräsentative Erscheinung.

    

Wie das Innere des schlosses mit der Verteilung der Räume und deren Ausstattung aussah, können wir sehr genau aus dem Inventar, das uns als Nachlass geblieben ist und nach seinen Tode im Jahre 1759 zusammengestellt wurde. Zwischen den wichtigen Räumen befinden sich die Küche und das Erdgeschoss, der untere und obere Saal und die Zimmer links und rechts davon. Das Zimmer im ersten Stock war reichlich mit Möbeln, Teppichen und Spiegeln ausgestattet. Die Wände waren mit neuen Gemälden geschmückt. Im ersten Stock gab es auch den Speisesaal mit dem ovalen Tisch für zwölf Personen und mit aller dazu gehörenden Ausstattung. Auch hier waren die Wände mit einer grossen Anzahl von Gemälden geschmückt. Das dritte Zimmer, in dem sich das Schlafzimmer befand, lag jedoch im zweiten Stock, in einem aus Holz gebauten Teil des Schlosses. Die Wände waren vom Innen mit Holz und grüne Tapeten bearbeitet. Im Zimmer gibt es einen Tisch, drei Betten, an der Wand hingen zwei Familienporträts. In der Beschreibung wurden insbesondere Bücher erwänht. Von der Büchern ist für uns das bekannteste und wichtigste Werk “Die Ehre des Herzogthums Crain” (1689) von Baron Johann Weikhard Valvasor und seine Topographie (1679) mit Kupferstichen des Schlosses. Anton Franc Josef wurde in der Kirche von Naklo begraben. Nach seinen Tode begann leider der Zerfall des Schlosses. Seine fünf Kinder haben schon nicht mehr im Schloss gelebt. Im Jahre 1773 wurde es an Luka Smole verkauft. Damit wechselte das Schloss den Besitzer und kam somit von dem adeligen in den bürgerlichen Besitz. Nach schon fünf Jahren verkaufte Luka Smole das Schloss an den Pfarrer von Kovor, Franc Pleterski. Er wohnte im Schloss bis zum Jahre 1785. Danach wechselten die Besitzer sehr oft. Am anfang des 19. Jahrhunderts wurde aus dem Schloss ein Bauernhof. Ein endgültiger Zerfall kam mit dem Brand im Jahre 1832. Danach hatte das Gebaüde ein Stockwerk weniger und war damit ein Drittel kleiner.

 

  

                                       1976                                                Der Zustand nach der Renovierung im 1985

In den nächsten 150 Jahren verschwand alles, was dem Gebäude zu ein Schloss machte. Deswegen hatte die Renovierung zwischen 1976 und 1985 viel Kompromisse gefordert. Einerseits versuchte man zwar in bescheidenem Umfang das Original so viel wie möglich zu erhalten, andererseits wollte man das Schloss mit modernem Komfort ausstatten. Heute ist das Gebäude zum Teil als Museum und als Galerie eingerichtet. In einem der Räume befindet sich auch eine Austellung der Geschichte des Schlosses. Im Jahre 1985 wurde das Schloss als geschichtliches und kulturelles Denkmal anerkannt.

  

 

Der Raum, in dem sich das Museum mit Darstellung der Geschichte des Schlosses befindet

 

 

      

Der mittlere Raum im ersten Stock                          Blick ins Zimmer im ersten Stock

 

 

  
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